»Ekel macht nicht satt und Eigensinn nicht froh.«Über die Regeln der Wissenschaften zum Vergnügen

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© Christine Schramm

Am Donnerstag, 30. März, sprach Christine Schramm im Lessinghaus über Emilia Galotti im Film ‒ anlässlich des 250. Jahrestages der Braunschweiger Uraufführung des Klassikers am 13. März 1772. Neben Nathan der Weise und Minna von Barnhelm zählt Emilia Galotti zu den Theaterstücken Lessings, die immer wieder für das Kino adaptiert wurden. In ihrem Vortrag beleuchtete Schramm die Literaturverfilmung aus wissenschaftlicher Perspektive und machte Traditionslinien des Kinos sichtbar, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen.

Szene aus Ludwig Cremers Film Emilia Galotti (1970): Johanna von Koczian (rechts) als Gräfin Orsina und Horst Frank als Marinelli © SWR

1913 hatte die DMB (Deutsche Mutoskop- und Biograph GmbH) den expressionistischen Meisterregisseur Friedrich Fehér (Das Cabinet des Dr. Caligari) beauftragt, Emilia Galotti im firmeneigenen Glasatelier in Berlin-Lankwitz zu drehen. Der Film umfasste lediglich zwei Akte. Fehér selbst spielte den Odoardo. Diese frühe Aufnahme ist leider verschollen. Doch mit den Adaptionen von Martin Hellberg, Ludwig Cremer und Henrik Pfeifer, die am 7., 14., und 21. November 2022 im Filmpalast Wolfenbüttel zu sehen waren, ist Lessings Trauerspiel bis heute ein beliebter Filmstoff geblieben. Auch Fernsehinszenierungen gab es viele, darunter die Aufführung von Michael Thalheimer 2001 in Berlin, die weltweit zu sehen war und inzwischen selbst zu den Klassikern der Theatergeschichte zählt.

© Foto: Anna Schneider

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