»Ich bin ein Feind von Parodien, weil ich weiß, daß man das vortrefflichste dadurch lächerlich machen kann.«Briefe kritischen Inhalts

Start | Veranstaltungen | Alle Veranstaltungen | „Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am EndeMenschen.“ 200 Jahre „Almansor“ von Heinrich Heine

Am Mittwoch, 23. August, lasen die Schauspielerinnen Yvonne Werner-Mees und Susanne Maierhöfer in der Buchhandlung Behr Auszüge aus Heinrich Heines Tragödie „Almansor“ anlässlich der Braunschweiger Urauffühung vor 200 Jahren, die mit einem Skandal endete.

Heinrich Heine (1797-1856)

„Almansor“ war Heines dramatisches Debüt, insgesamt schrieb er nur zwei Tragödien. Die Ereignisse um die Uraufführung seines Erstlings ließen ihn an seinem Talent zweifeln. Wütend spekulierte er auf eine Intrige gegen ihn. Doch schon bald wandte er sich für immer vom Drama ab. Zu seinen Lebzeiten blieb es bei dieser einzigen Aufführung des „Almansor“ am 20. August 1823. Dabei sorgte das Theaterstück in der Literaturkritik für eine fast ausnahmslos positive Resonanz und gilt heute als mutige Antwort auf Lessings „Nathan der Weise“. Heines Talent erkannt hatte auch der Braunschweiger Theaterdirektor August Klingemann, der Verfasser des bekannten Romans „Nachtwachen von Bonaventura“. Er inszenierte das Stück im einstigen Theater am Hagenmarkt in Braunschweig.

Als Schriftsteller heute unbekannt, gilt Klingemann als einer der wichtigsten Wegbereiter des modernen Theaters. Von Goethes und Schillers Weimarer Bühnenleitung inspiriert, brachte er ein anspruchsvolles Theater nach Braunschweig und gründete daselbst 1818 ein Nationaltheater, das einen ausgezeichneten Ruf im deutschsprachigen Raum besaß.

Kommentiert wurde die Lesung von Dr. Manuel Zink, der die Hintergründe des Skandals während der Uraufführung des „Almansor“ erläuterte sowie über Heines Reaktionen, Klingemanns Gespür für die Bühne und Heines Vision eines gemeinsamen Zusammenlebens von Christen, Muslimen und Juden sprach.

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