»Nachtstücke« – Die Nacht im Gedicht

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Am Donnerstag, 17. November, 19.30 Uhr, lasen die Schauspielerinnen Susanne Maierhöfer und Yvonne Werner-Mees auf dem Klostergut Heiningen Gedichte zum Thema »Nacht«.

Carl Vinnen: Mondnacht (1900)

Als Gedicht taucht das »Nachtstück« das erste Mal in der englischen Literatur des 17. Jahrhunderts auf. Mit The Night Piece eröffnet der Dichter Robert Herrick die Tradition des »Nachtstücks« in Anlehnung an die Malerei, in der der Begriff die Darstellung einer nächtlichen Szene mit natürlicher oder künstlicher Beleuchtung bezeichnet. In der deutschen Literatur werden gedichtete »Nachtstücke« in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts populär. Besonders die Autor:innen der Romantik wenden sich dem Motiv der Nacht zu. Große Bekanntheit erreichen etwa die Gedichte Joseph von Eichendorffs. Doch auch schon Goethe lässt im »Erlkönig« Vater und Sohn durch die Nacht reiten.

Die Lesung stellte eine Auswahl von Gedichten vor: Von Goethe und Lessing wurde ein Bogen ins 20. Jahrhundert geschlagen zu Autoren wie Christian Morgenstern und Hermann Hesse. Die Vielfalt dieser Stimmen zeigt, wie facettenreich, bunt und geheimnisvoll es nach Sonnenuntergang zugehen kann. Doch in den »Nachtstücken« der vergangenen Jahrhunderte hat sich nicht nur eine Geschichte der Nacht eingeschrieben, sondern auch eine Geschichte des Lichts, die nicht ohne Grund im Zeitalter der Aufklärung ihren Anfang genommen hat.

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